CHEVROLET CAMARO 250
| BAUJAHR: | 1968 |
| MOTOR: | Turbo-Thrift 250 Six |
| ZYLINDER: | 6 |
| HUBRAUM: | 4.1 ltr. |
| LEISTUNG: |
155 bhp |
| STEUERUNG: | untenliegende Nockenwelle,Hydrostößel |
| VERDICHTUNG: | 8.5:1 |
| GEMISCHAUFBEREITUNG: | 1x1 Fallstromvergaser |
| ANTRIEB: | gesperrte Hinterachse,3.08:1 |
| GETRIEBE: | 4-Gang,handgeschaltet |
| VORDERACHSE: | Einzelradaufh.m.Schraubenfedern |
| HINTERACHSE: |
Starrachse m. Blattfedern |
Warum dieses Auto ?
Die Frage ist berechtigt wenn man bedenkt das der SS erst ¾ fertig ist aber irgendwie hat das alles zu lange gedauert und dieser Camaro hatte ein paar reizvolle Features wie eine deLuxe Innenausstattung im guten Zustand, ein 4-Gang Konsolenschalter. Trotz des relativ zahmen 6-Zylinder Reihenmotors eine Positraction Hinterachse,Wolfrace Alufelgen und Kleinigkeiten wie zeitgemäßes Radio, orginal Scheckheft und div. Schweizer TÜV Berichte. Dazu die Aussicht einsteigen und losfahren zu können. Leider wurden bei der Besichtigung die undichten Bremssättel übersehen was sich später als kostspielig herausstellen sollte. Obwohl alle Händler diese Sättel anbieten, waren keine zu bekommen, also mussten die alten ausgefräst und gebuchst werden. Nicht ganz billig aber irgendwas ist ja immer!
Die paar Roststellen an der Karosse wollte ich erst mit Glasfaser ausflicken um möglichst schnell das Auto fertig zu haben. Den Fehler das Auto komplett zu zerlegen und es dann aus Zeit- und Geldmangel (wie den gelben) nie fertig zu bekommen sollte nicht wiederholt werden!
Doch
wieder kam alles anders:
Bei genauerer Betrachtung stellten sich die Roststellen an Radläufen
Frontblechen Türkanten schlimmer heraus als sie aussahen. Der angeschweißte
Frontspoiler aus Blech ist a) nicht orginal und b) gefiel er mir nicht, musste
deshalb entfernt werden. Mit ihm wanderten das obere und untere Frontblech und
beide Kotflügel in den Schrottcontainer. Sie wurden durch Neuteile aus den
Staaten ersetzt. Die kleinen Kotflügelecken waren ebenfalls unbrauchbar und
wurden durch Gebrauchtteile von Max Müller Firebird Parts aus der Schweiz
ersetzt. Herr Müller ist was firstgen. Parts angeht sehr zu empfehlen. Er hat
zwar hauptsächlich wie der Name sagt Firebird Teile aber die meisten Sachen
sind mit dem Camaro baugleich. Der Versand vollzog sich wie immer mit Herrn Müller
zügig und reibungslos!
Nach Demontage der äußeren Kotflügel zeigten auch die Innenkotflügel starken Rostbefall. Fast alle Gewindekörbe waren hinüber und wurden durch metrische ersetzt. Dann kam das Paket aus den Staaten (bezogen über M&F Kiel) mit 2 vorderen Kotflügeln, 2 Frontblechen einer Türhaut und 2 hintere Seitenwände. Insgesamt fast 2000 Euro!!
Vor
der Montage des Vorderwagens wurden alle Teile innen fertig auslackiert
(Hugger-Orange von 1969) und gewachst. Die rechte Tür bekam eine neue Außenhaut.
Jetzt kam die große Herausforderung: Die hinteren Seitenwände. Endlich
wollte ich meine seit Jahren liegenden Alufelgen mit Mickey Thompson Rädern
fahren, (wegen fehlender Vorderräder bis heute noch nicht montiert) doch wie
auf den Bildern des gelben SS ersichtlich sind sie viel zu breit! Da jetzt
ohnehin die Seitenteile erneuert werden sollten entschloss ich mich diese nach
den Rädern anzupassen. Der Radlauf musste gebördelt und die Wand etwa 3cm
gezogen werden. Den Penske - Camaro als Vorbild, also doch noch irgendwie
originalgetreu. Dann wurden die Wände fest verschweißt und aus Blech neue
Innenkotflügel gefertigt.
Die ganzen Arbeiten zogen sich wegen Zeit- und Geldmangel bis zum Winter 2002-2003 hin.
Dann kam das Spachteln und Schleifen (meine liebste Arbeit).Vor dem endgültigen Lackieren wurden auch jetzt sämtliche Falzen und Türeinstiege fertig auslackiert und die Hauben und Türen bestmöglichst ausgerichtet. Im Sommer 2003 war es dann soweit. Fahrt zur Spritzkabine – Farbe angerührt erst Weiß, wegen der besseren Brillanz, dann Orange.
Der Zusammenbau geht wegen fehlender Teile nur schleppend voran. Einen neuen Frontgrill habe ich in den Staaten gekauft die restlichen Altteile bestmöglichst aufgearbeitet.
Im August stand ich dann beim Wheels-Nats in Hannover auf dem Schützenplatz und ein paar Wochen später beim Meeting in Leer-Bingum.
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last update: 29.02.2004 |
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